Buch-Date 3

 

Dies ist das dritte von Zeilenende und wortgeflumselkritzelkram eingefädelte Buch-Date. Was es damit auf sich hat, könnt ihr hier nachlesen. Hier geht es zum Sammelbeitrag mit den anderen Buchvorstellungen aus diesem Durchgang.

bibobuchling hat mir drei Bücher empfohlen, von denen ich eins ausgewählt und gelesen habe:

Albertos verlorener Geburtstag von Diana Rosie
Verlixtes Blau von Christopher Moore
Die Flüsse von London von Ben Aaronovitch.

Die Empfehlungen trafen alle ziemlich genau mein derzeitiges Leseinteresse, Die Flüsse von London ganz besonders: Magie, Geister, Zeitreisen, skurrile Ideen. Das passte ziemlich gut in meine Lektüre der Thursday-Next-Reihe, die ich nach dem letzten Buchdate aufgrund der Buchvorstellung von Zeilenende angefangen hatte und inzwischen im vierten Band gelandet bin.
Plauder, plauder. Jetzt mal zum Eigentlichen:

Die Flüsse von London ist ziemlich abstrus bis grotesk. In London finden mysteriöse Morde statt, die Flussgötter Mutter und Vater Themse liegen mit ihren jeweiligen Familien-Clans seit Ewigkeiten in einer Fehde, und der junge Polizist Peter Grant, der schon befürchten musste, einen langweiligen Papierjob zugeteilt zu bekommen, wird kurzerhand von dem alten Londoner Zauberer Nightingale in die Lehre genommen und ist plötzlich tief in die Ermittlungen verwickelt.

Sein Alltag besteht nun daraus, seine Zauberkräfte zu schulen, mit dem schicken Wagen seines Vorgesetzten herumzugurken, mit den Flussgöttern zu verhandeln und Geister zu vernehmen.

Ich muss sagen, ich habe bis zum Schluss nicht wirklich verstanden, was da eigentlich genau abgeht und konnte den ständig neuen Ausnahmezuständen eigentlich gar nicht recht folgen, was allerdings nicht dazu geführt hat, dass mir das Lesen keinen Spaß gemacht hätte.

Der Humor und die Sprache tragen den Roman, das Ganze ist einfach witzig. Und auch wenn es der Storyline vermutlich nicht geschadet hätte, wenn sie etwas stringenter gewesen wäre, muss ich auch zugeben, dass ich eigentlich dieses Chaos ganz begrüßenswert fand (zumal mein Hirn nach der vorherigen Fforde-Lektüre einen allzu geordneten Text vermutlich gar nicht verkraftet hätte).

Mir hat das Ganze ziemlich gut gefallen, Ich kann das Buch jedem empfehlen, der gern intelligente, absurde Geschichten über Zauberei und Geister liest. Es ist allerdings an einigen Stellen etwas verstörend und nicht unbedingt für die allerschwächsten Nerven geeignet. (Ich habe eine Stufe über ‚allerschwächste‘, daher ging’s.)

Danke, bibobuchling, für die Empfehlungen. Verflixtes Blau haben ich auch direkt auf meine Lesesliste geschrieben. Und ganz nebenbei gesagt haben sich auch zwei Bände von Issac Newton in mein Bücherregal verirrt.

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7 Gedanken zu „Buch-Date 3“

  1. Du hoffst doch nur, dass du das mit der Zauberei auch hinbekommst. gg Dein Lese-Eindruck deckt sich ziemlich genau mit meinem: Abgefahren, unstrukturiert und dennoch liebenswert. Vielen Dank für die schöne Rezension. :)

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  2. „Intelligente, absurde Geschichte“ – das klingt gut. Dieses Buch hatte durch den Empfehlungsbeitrag bereits mein Interesse geweckt – nun muss ich es wohl auf meine Wunschliste setzen. Vielen Dank für diese Rezension :)

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  3. Nach dem ersten Band wird diese Magiekrimiserie etwas weniger blutrünstig. Ich habe alle fünf bisher auf Deutsch erschienenen Bände gerne und mit Vergnügen gelesen.

    Alle Peter-Grant-Bände bieten spannende Unterhaltung, raffinierte Krimihandlung, witzige Randbemerkungen und Wortspiele, lesenswerte Charaktere und eine perfekte Dramaturgie sowie eine magische Perspektive auf die Stadt London.
    Die Ergänzung der alltäglichen Wirklichkeit durch eine magische Wirklichkeit macht den faszinierenden Reiz dieser Krimi-Serie aus. So wie die menschlichen Ermittler magische Züge tragen, so tragen die unterschiedlichen magischen Charaktere menschliche Züge, und das läßt die übernatürlichen Wesen irgendwie fast normal erscheinen. Doch auch wenn Oberon hier Calvin-Klein-Boxershorts trägt, sollte man ihn keinesfalls unterschätzen.
    Die Verbindung von archetypischen, magischen und übersinnlichen Wesen mit modernen Accessoires ist charmant und paßt zu den kontrastierenden Charakteren der menschlichen Ermittler. Daß sich solche Gegensätze zu einer mitreißenden Dramaturgie fügen und der Spielraum für unterhaltsame Dialoge und einige Prisen Genreselbstironie weidlich genutzt wird, ist das Verdienst des Autoren, der gekonnt und raffiniert eine magische Mischung serviert, in der sich Überraschungs-, Gänsehaut- und Schmunzeleffekte angenehm abwechseln.

    Darf ich Dich mit nachfolgenden Link zu einem Lesebesuch auf mein Buchbesprechung-Blog einladen? Jasper Fforde und seine geniale Thursday-Next-Serie habe ich übrigens auch in meinem Rezensionsfundus … ;-)

    https://leselebenszeichen.wordpress.com/2013/08/14/die-flusse-von-london/

    Zauberhafte Grüße
    Ulrike von Leselebenszeichen

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