Karton-Tag

Vielleicht erinnert sich der eine oder andere an meinen letzten Bericht über den Weg zum Wertsoffhof. Hier ist quasi Teil 2. Ich wurde gebeten, einige Umzugskartons abzuholen. Was ich zunächst nicht wusste: „Wir haben die gerade so günstig bekommen, ca. 50 Stück, zwar haben wir keinen Platz in unserem Keller, aber du könntest sie eventuell kurzfristig beherbergen.“

Um die 50, wie sich später herausstellte 95, Kartons dann auch unterbringen zu können, mussten einige Teile, die schon lange auf Entsorgung warteten, weggebracht werden. Ein altes Regal und Stühle – kurz gesagt: Wieder einmal stand eine Fahrt zum Wertstoffhof an.

Ich holte also den Wagen (ich habe keinen eigenen, sondern nutze car sharing) und fuhr zum Wertstoffhof. Als ich dort ankam, fiel mir auf, dass ich die Sachen vergessen hatte. Ich war mit einem leeren Wagen zum Abladeplatz gefahren. Gekonnt! Ich fuhr an der Auffahrt drauf und auf der anderen Seite gleich wieder runter. „Gut“, dachte ich mir. „Die Strecke ist sicher. Einwandtfrei. Jetzt holst du die Sachen.“

Dann waren die Kartons dran. Ich lud mir zwei Beifahrer in den Wagen, kurvte ein bisschen hier und da herum, fand schließlich die gewünschte Straße, und wir luden den Wagen randvoll mit den Kartons. Leider passten jetzt nur noch zwei Leute in den Wagen, daher musste eine Person sich erst mal von den Kartongebern zum Kaffeetrinken einladen lassen, während ich mit Beifahrer No 2 den Wagen ent- und den schön freigeräumten Keller belud. (Ob ich diese Kartons jemals wieder loswerde, weiß ich nicht, aber falls ich mal umziehen sollte, muss ich jedenfalls nicht alle Teile einzeln tragen.

Der Keller ist nun also bis unter die Decke ausgestopft, wir holen also Person 1 wieder ab. In die Vorfahrtstraße will ich links einbiegen, aber Beifahrer No 1 sagt: „Warum fährst du nicht rechts? Ist doch viel kürzer.“ Ich blinke also rechts, dann fällt mir aber ein, rechts ist doch diese wahnsinnige Kreuzung mit tausend Busspuren und dann die Hauptstraße, wo ich nicht links rüber kann. Scheiße! Schnell blinke ich wieder links. „Quatsch“, meint Beifahrer No 2. „Hier kommst du doch viel schneller drauf, wenn du rechts fährst.“ Den Verkehr beobachtend denke ich: „Scheiße, ja“, blinke rechts und denke dann wieder an die Kreuzung und daran, dass ich den anderen Weg eben schon einmal gefahren bin, ohne dass jemand oder etwas zu Schaden gekommen ist. Ich blinkte wieder links, und alle anderen Verkehrsteilnehmer liebten mich sehr dafür.

Aber eins will ich nochmal dazusagen: Das Einparken war so grazil, wie so ein Kombi eben nur sein kann – wie im Lehrvideo.

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2 Gedanken zu „Karton-Tag“

    1. Die Kartons? Die im Beitrag Person 1 und 2 genannten Personen hatten von einer weiteren Kontaktperson günstig Umzugskartons versprochen bekommen und sofort zugesagt. Wann kriegt man schon mal so günstig wieder Umzugskartons? Vielleicht zieht man ja irgendwann mal um! Ich war zunächst der Annahme gewesen, ich hole die Kartons und bringe sie ihnen dann vorbei. Erst nach und nach erfuhr ich, dass mein Keller als Zwischenlager vorgesehen war, weil die in den eigenen Keller leider gerade nicht reinpassen… Dann kamen nach und nach mehr und mehr kleine Infos dazu. Ich sollte gar nicht alleine fahren, sondern Person 1 (alias eine gewisse Mutter mit einem gewissen Anflug von Herr-Lohse-ismus) würde direkt mitkommen, und damit auch alles gut passt: nicht allein!! :-)

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