Buch-Date 7

Mrs. Postman, look and see, if there’s a book in your bag for meeeeeeee …

Zum Buch-Date mal wieder eine kleine Chaos-Rezension. Hier gehts zum Sammellink.

Mrs. Postman hat mir drei Bücher empfohlen:

  • Der Finger im Revolverlauf – ein Superthriller von Carlo Manzoni
  • Für Eile fehlt mir die Zeit – von Horst Evers
  • Populärmusik aus Vittula – von Mikael Niemi

Danke Mrs. Postman!!!

Populärmusik oder Superthriller?

Eigentlich wollte ich die Populärmusik lesen. Ich wusste, dass dieses Buch ganz oben im obersten Regal über dem Telefon steht. – Allerdings nicht in meiner Wohnung. Ich also: „Hey, wir hatten doch früher in dieser Wohnung damals diese Bücherregale, und ganz oben im Regal stand doch Populärmusik aus Vittula.“  „Äh, was?“ „Populärmusik, das stand doch da im Regal. Das brauch ich jetzt mal.“ „Kann mich an nichts erinnern.“ „Hm.“ „Wann soll denn das gewesen sein?“ „1997 ungefähr.“ „Alles klar ….“

Ok, keine Populärmusik. Stattdessen habe ich Manzoni bestellt, bin aber überhaupt nicht reingekommen. Weiß auch nicht. Also doch Populärmusik. Die Bibliothek hat mir ihr Exemplar freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

Leider kann ich auch mit diesem Buch gar nichts anfangen. Irgendwie beginnt es schon eklig und obszön. Als Siebenjährige denken die Protagonisten, die Jungen Matti und Niila, schon daran, irgendwelche älteren Mädchen zu küssen. Es geht um Sex, Alkohol, Scheiße und ein Lebensgefühl, mit dem ich überhaupt nichts anfangen kann. Weiter als bis zur Pubertät der beiden bin ich dann nicht gekommen.

Waaaaaaaaaaaaaaah

Irgendwie haben beide Versuche nicht gezündet. Und für Für Eile fehlt mir die Zeit fehlt mir die Zeit. Na ja, so ist das halt. Danke dir trotzdem, Mrs. Postman. Different Strokes …

 

 

 

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Buch-Date 7 Buchempfehlungen

Hier sind meine Empfehlungen für Jule zum 7. Buch-Date.

Das ist alles, was ich von Jule weiß:

Meine zuletzt gelesenen Bücher:
„Weil wir uns lieben“ (Colleen Hoover)
„Die Kunst des klugen Essens“ (Melanie Mühl)
„Abby Lynn – Verbannt ans Ende der Welt“ (Rainer M. Schröder)

Mein Lieblingsgenre:
Thriller, raffinierte Liebesgeschichten, Drama

Meine drei Lieblingsautoren:
Bisher gab es nur eine Autorin, die mich immer wieder umhaut: Jilliane Hoffman

Was ich nicht lesen mag:
Science Fiction und Fantasy

Wow, das ist schwer, Jule. Ich kenne keinen der Autoren und Werke, die du nennst, und lese auch keins der Genres, die du magst. Ob ich dir trotzdem etwas empfehlen kann, das dir gefällt? Ein Versuch:

Douglas Coupland: Eleanor Rigby

In diesem teils deprimierenden, teils abgedrehten Buch geht es um Liz Dunn, die in extremer Einsamkeit und Trostlosigkeit vor sich hinlebt, bis eines Tages Jeremy auftaucht, der ihr Leben auf den Kopf stellt und ihre Vergangenheit in ein ganz neues Licht setzt. Wann kriecht man schon mal auf allen Vieren an der Straße entlang, weil man sich zu jemandem hingezogen fühlt und ihn nicht enttäuschen will?
Eleanor Rigby ist keine Liebesgeschichte, oder doch, aber nicht in erster Linie. Es zeigt vor allem eine Frau Ende Dreißig, die sich endlich mal am Riemen reißt und aus einer jahrelangen Starre erwacht.

Hanns-Joseph Ortheil: Die Erfindung des Lebens

Es handelt sich um eine autobiographische Erzählung, die eindrücklich von dem außergewöhnlichen Schicksal eines Jungen erzählt, dessen vier ältere Brüder vor seiner Geburt gestorben sind und den die Mutter als Jüngsten und einzigen Überlebenden ängstlich und missbräuchlich an sich bindet. Der Junge spricht nicht, da auch seine Mutter durch die traumatische Erfahrung, vier Söhne verloren zu haben, verstummt ist. In diesem Band erzählt Ortheil seine Kindheit und Jugend und eine Geschichte der Befreiung.

Jeanette Winterson: Orangen sind nicht die einzige Frucht

Auch dieses Buch ist autobiographisch, auch eine Art Befreiungsgeschichte. Jeanette wächst als Adoptivkind in einer streng religiösen Familie auf, die sie schwer vernachlässigt. Eine bedrohliche Ohrinfektion wird ignoriert, dafür wird ihre Homosexualität als Krankheit bzw. Besessenheit angesehen, die ihr mit Gewalt ausgetrieben werden soll. Es ist schwierig oder unmöglich unter diesen Umständen eine unbeschwerte Zeit mit der ersten großen Liebe zu erleben. Allerdings ist Jeanette kein Kind, das sich so einfach kleinkriegen lässt.

Da wir einen so unterschiedlichen Lesegeschmack haben, sind das nicht unbedingt Lieblingsbücher von mir, aber ich hoffe, dass eins der Bücher dich anspricht.

Buch-Date again

Zum ähh soundsovielten Buch-Date, in dem es diesmal um Kinder- und Jugendbücher geht, hat ventilierpartikel mir drei Bücher empfohlen:

Ich bin Mäusekatzenbärenstark, geschrieben von Bruny Bos und illustriert von Hans de Beer,
Hexe Lilli und der Ritter auf Zeitreise von Knister,
Erebos von Ursula Poznanski.

Wegen Zeitnot und so dachte ich, ich lese mal Hexe Lilli, das habe ich dann auch gemacht, aber Erebos hat mich trotzdem gereizt, deswegen habe ich das dann auch noch gelesen, und das war fataaaaaaaal und genial.
Um halb acht abends war ich zum Telefonieren verabredet, aber die Verabredung hat sich kurzfristig verschoben, und dann dachte ich: Na ja, ich hab doch diese Stunde eh eingeplant, also nehme ich die einfach zum Lesen. Und dann arbeite ich noch ein bisschen. Ja, guter Plan. Also, ich meine, wenn ich bis halb neun lese, kann ich auch bis neun lesen oder bis halb zehn, und wenn es erstmal halb zehn ist, arbeite ich ja nun auch nicht mehr wirklich, dann kann ich auch bis zwölf lesen, aber dann geh ich wirklich ins Bett. Oder um halb eins oder um halb drei …

Das Buch ist wirklich krass und am liebsten möchte ich euch alle spoilern, aber das wäre möglicherweise nicht so nett.
Ein Computerspiel, um das ein großes Geheimnis gemacht wird und das von einem zum anderen weitergegeben wird, taucht auf einmal an Nicks Schule auf. Daraufhin fehlen Schüler tagelang im Unterricht und verhalten sich seltsam. Als Nick endlich auch eine Kopie des mysteriösen Spiels bekommt, erfährt auch der Leser mehr darüber. Zunächst scheint es eine Art Fantasy-Game zu sein. Nur irgendwie unheimlich: Das Spiel kennt seinen Namen und weiß Dinge über ihn, die es eigentlich nicht wissen kann. Außerdem beschränken sich die Quests nicht auf die virtuelle Welt. Um weiterzukommen, müssen absurd scheinende Aufgaben in der Realität erledigt werden, die allerdings nicht so ganz harmlos sind.
Das Buch ist extrem gut geschrieben und exorbitant spannend.
Gab es irgendwelche Punkte, die ich nicht so mochte? Ne, und wenn doch, ist es mir nicht aufgefallen, weil es einfach so scheiße spannend ist.
Ich hätte auch gern die Hörbuchversion gehabt, gelesen von Jens Wawrczeck, die ist bestimmt gut, aber es ist eine gekürzte Lesung, und die Bibliothek hatte nur ein Exemplar, bei dem die erste CD fehlte. Fand ich nicht so geeignet zum Einstieg.

Danke, ventilierpartikel, für die geniale Empfehlung. Die Hexe Lilli war übrigens auch ganz niedlich. :-)

Und einen Dank an zeilenende und wortgeflumselkritzelkram, die alles immer so gut organisieren, dass es unkompliziert ist und Spaß macht.

Bücher für Zeilenende

Hier sind meine Empfehlungen für das Buch-Date:

Schwierig, Zeilenende, bei fast allen Büchern, die ich dir empfehlen würde, vermute ich, dass du sie schon kennst, darum greife ich mal ein bisschen in die Antiquitätenkiste.

Das erste Buch, das ich dir empfehle, habe ich als Kind gelieeeebt: Birne kann alles von Günter Herburger. Der Held dieser Geschichtensammlung ist eine Glühbirne mit Flausen im Kopf, die nachts als Straßenbeleuchtung arbeitet und tagsüber auf Abenteuer geht.
Einmal fährt sie auch in den Urlaub, natürlich nicht, ohne für die Zeit ihrer Abwesenheit beim Elektrizitätswerk vorher telefonisch Ersatz anzufordern.
Der Titel sagt eigentlich schon alles: Birne kann alles. Sie geht mal eben in die Kleiderfabrik und überzeugt den Direktor, dass die Fabrik eigentlich allen Arbeitern gehören sollte und dass die Kleider bitteschön etwas bunter sein sollten.
Was ich an dem Buch mag, ist, dass es so frei und absurd ist und nicht eins dieser Kinderbücher, bei denen man denkt, das hat irgendein Erwachsener geschrieben, der denkt, er wüsste, wie Kinder ticken …

Ich empfehle dir heute nur so alte Bücher, das zweite ist Feuerschuh und Windsandale von Ursula Wölfel. Es ist eine Ewigkeit her, seit ich das gelesen habe. Es geht um einen kleinen dicken unglücklichen Jungen, dem sein Vater Wanderschuhe schenkt und noch viel besser: eine ganze Wanderreise: nur die beiden, Vater und Sohn …
Ich habe das damals Kindern vorgelesen, die alle harte Zeiten erlebt hatten. Die haben es auch geliebt. Vielleicht gefällt es dir auch.

Das dritte ist David Henry Wilson: Jeremy James oder Elefanten sitzen nicht auf Autos.
Die Eltern wollen Jeremy James nicht glauben, dass da tatsächlich ein Elefant auf Papas Auto sitzt, denn Elefanten sitzen nun einmal nicht auf Autos. Aber manchmal tun sie es eben doch. Und dann ist das Auto ganz zerquetscht und auch noch „ganz voller Mist“, sowas hat man ja noch nie gesehen. Na ja, Jeremy James hat es gesehen, aber ihm hat natürlich mal wieder niemand geglaubt …
Der Band enthält 12 Geschichten und ist wirklich witzig geschrieben. Ein bisschen englisch ist es auch.

Ich bin gespannt, welches Buch du liest und ob es dir gefällt. Und ich hoffe natürlich, dass du nicht alle schon kennst …

 

5. Buch-Date Buchbesprechung

Hello! Hier ist schon mal der Sammellink zum 5. Buchdate. Diesmal ist alles anders, weil eine (überhaupt nicht schon seit einem halben Jahr feststehende) Reise und eine etwas längere Beschaffungsgeschichte sich irgendwie in die Quere kamen. Daher hier mein Logbuch zum 5. Buchdate. Die Bücher hat mir übrigens Myriade  empfohlen:

15.7.

  • Scheiße, das bestellte Buch kommt nicht mehr vor meiner Reise an. Muss ich es halt in der letzten Woche durchfliegen, während sich gleichzeitig die Arbeit auf dem schönen neuen Schreibtisch türmt …
  • Endlich halte ich das Buch in der Hand. Welches denn nun? Das über den Führer, der im Jahr 2011 plötzlich in Berlin auftaucht …
  • Sofort wird er für einen Schauspieler gehalten. „Sie sehen aus wie Adolf Hitler“, sagt der Kioskbesitzer. Adolf schmecken die Müsliriegel nicht, aber er hat erst mal eine Bleibe. Wie geht es weiter?

16.7.

  • Werd ich es überhaupt schaffen, hier bis Samstag einen vertretbaren Leseeindruck zu vermitteln? Was solls, jeder weiß, dass Logbücher plötzlich abbrechen, wenn die Seeleute –

17.7.

  • So, der Führer wohnt also vorerst in einem Zeitungskiosk, trägt jetzt Jeans und bringt erstmal seine Uniformi in die Reinigung.
  • Gefällt mir das Ganze soweit? Es geht so. Es ist schon teilweise lustig, aber so richtig lachen kann ich darüber eigentlich nicht. Finde ich es geschmacklos? Geschmacklos eigentlich auch nicht, aber na ja. Alles ist sehr langatmig beschrieben, es macht gar nichts, wenn ich ein paar Seiten überspringe, Hitler diskutiert immer noch an der Uniformfrage herum.
  • Die Idee, dass alles aus der Sicht des Quasi-Zeitreisenden Hitler geschrieben ist, der das, was er sieht, ständig fehlinterpretiert, sich selbst unfreiwillig, aber doch absehbar als Witzfigur inszeniert und in gewisser Hinsicht zum Sympathieträger wird, ist – na ja. Mal sehen, wie weit ich morgen komme.

18.7.

  • Gut, ich glaube, man kann festhalten, dass ich das Buch nicht mehr zu Ende schaffe. Ich könnte eine schöne Fake-Rezension verfassen:

Ein hervorragender gesellschaftskritischer Roman, erfrischend heiter in Anbetracht der dunklen Geschichte. Hitler in Jeans, zum Schießen! Nee – das ist geschmacklos, warte …

Na ja.

21.7.

  • Läuft dieser irre Diktator immer noch in Berlin rum?

Buchempfehlungen für das 5. Buch-Date

Das 5. Buch-Date  ist los:

Heute empfehle ich Zeilenanfang drei Bücher:

Liebe Rita Zeilenanfang,

da ich mich mit Thrillern überhaupt nicht auskenne und von den Büchern und Autoren, die Du nennst, überhaupt nur Marc Aurels Selbstbetrachtungen kenne, bleibe ich mit meinen Empfehlungen mal in dieser Sphäre.

Vielleicht gefällt Dir das Handbüchlein der Moral von Epiktet. Anders als Marc Aurel war Epiktet Sklave. Auch wenn die Richtung bei beiden ähnlich ist, hat die stoische Haltung aus seinem Mund schon irgendwie einen anderen Klang als die aus der Feder eines Kaisers …

Wenn Du Dich für das Handbüchlein entscheidest, würde es mich interessieren, wie Du die beiden Texte liest und mit welchem Du mehr anfangen kannst.

Zwar weiß ich nicht, was für Sachbücher Dich interessieren, aber wenn Du Dich für Geschichte und Kultur begeistern kannst, empfehle ich Dir dringend Neil MacGregors Eine Geschichte der Welt in 100 Objekten. Als ehemaliger Direktor des British Museum geht er anhand von Ausstellungsstücken durch die Epochen der Menschheitsgeschichte. Ich habe es als Hörbuch gehört, aber natürlich gibt es auch eine Version zum Lesen. Eins der besten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen bzw. gehört habe!

Wenn Du lieber etwas aus einer ganz anderen Richtung lesen willst und dieses Buch noch nicht kennst, könntest Du Das geheime Leben der Bäume von Peter Wohlleben lesen. Der Schreibstil könnte etwas nerven (mich hat er genervt), aber die Welt, in die man einen Einblick erhält, ist grandios. Ich hatte mich nie vorher mit dem Wesen der Bäume beschäftigt. Wohlleben beschreibt, wie sie kommunizieren und z. B. welche unterschiedlichen Strategien sie zur Arterhaltung anwenden. Ich habe es vor zwei Jahren gelesen, an vieles denke ich immer noch, wenn ich durch den Wald gehe. Man sieht Bäume danach wirklich anders.

Ich hoffe, eins davon ist was für Dich.

Bin natürlich gespannt, welche Bücher mich erwarten … :-) Mir wird Myriade drei Bücher empfehlen.

Buch-Date IV

Zum nunmehr vierten Buch-Date, diesmal mit dem Motto: „moderne Klassiker“, hat wortgeflumselkritzelkram mir drei Bücher empfohlen, und zwar:
1. Michael Ende: Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch
2. Friedrich Dürrenmatt: Romulus der Große
3. Mascha Kaléko: Das lyrische Stenogrammheft

Den Gedichtband von Mascha Kaléko kenne ich schon, die beiden anderen habe ich mir direkt bestellt, weil ich beide gern lesen wollte, aber für das Buch-Date habe ich den Wunschpunsch gewählt, weil ich dachte: Es wird mal Zeit!

Zunächst möchte ich Euch die schöne Widmung in dem Band nicht vorenthalten (ich habe längst aufgehört, mich bei gebrauchten Büchern darüber zu ärgern, dass die Verkäufer gern vergessen, freundliche Widmungen als Gebrauchsspuren anzugeben):

Nun, da Dieterpapa dieses schöne Geschenk offenbar nicht mehr braucht, ist es also bei mir gelandet. Und hier ist meine Meinung:

Man darf eins nicht machen: Die Geschichte mit anderen Geschichten vom Michael Ende vergleichen. An Momo und die Undendliche Geschichte kommt es nicht ran. Aber es ist eine niedliche Geschichte über zwei schwarzmagische Bösewichte und ihre Gegenspieler, einen kleinen Raben und einen dicken Kater, die das Schlimmste zu verhindern suchen. Das nämlich wäre: Der  geheime Zauberrat Beelzebub Irrwitzer (alias Bubi) und seine Tante Tyrannja Vamperl (genannt Tante Tyti) wollen in der Silvesternacht einen Zaubertrank, nämlich den satanarchäolügenialkohöllischen Wunschpunsch, brauen, mit dem sie heimlich Böses anrichten könnten, denn jeder Wunsch, den man ausspricht, nachdem man ein Glas von diesem Zeug getrunken hat, verkehrt sich ins Gegenteil. Jedenfalls bis Mitternacht. Beim Glockenläuten verfällt die Umkehrwirkung. Die beiden wollen die Umwelt zerstören, Flüsse vergiften und den Lebensraum vieler Tiere vernichten. Die einzigen, die davon wissen, sind der Rabe Jakob und der Kater Maurizio, die beide leicht komplexbeladen, aber durchaus sympathisch sind. Sie suchen also unter Einsatz ihrer Gesundheit und ihres Lebens nach einer Lösung.
Die komplizierte Zubereitung des Zaubertranks ist amüsant. Unter anderem ist es erforderlich, dass sie eine Substanz namens Luzifers Salto Dimensionale konsumieren. Tante Tyti will wissen, ob Bubi Erfahrung mit dem Zeug hat. „Ein wenig, Tyti. Ich habe ab un zu kleine Reisen damit gemacht, teils zu Forschungszwecken, teils zum Vergnügen.“
Über die Verse, die es in diesem Buch zuhauf gibt, war ich weniger entzückt. Sie sind zum großen Teil wirklich gewöhnungsbedürftig. Dabei gibt es einige wirklich schöne Gedichte von Michael Ende.
Manches ist ein bisschen zu sehr gewollt, z. B. wenn die Tante ihrem Neffen gegenüber erst mal einen langen Monolog über seinen Werdegang hält, als wüsste er nichts davon, damit der Leser davon erfährt … Viele lustige Ideen werden ein bisschen plump rübergebracht und erklärt, was den Witz manchmal ein bisschen kaputtmacht, auch z. B. dass der Rabe Jakob immer Schönie sagen muss, wenn er Genie meint, um zu betonen, wie ungebildet er ist, fand ich ein bisschen nervig, aber alles in allem ist es eine niedliche Geschichte, und das Ende ist schön. :-)

Wie gesagt, man darf es nicht mit Endes anderen Geschichten vergleichen und kann sich einfach freuen, wie die kleinen misshandelten Tiere das Böse austricksen. Besonders schön wäre es natürlich, das Buch am Silvesterabend zu lesen.

Viele Grüße an Kerstin und Steffen und natürlich an Dieterpapa!

Und Danke an wortgeflumselkritzelkram für die guten Empfehlungen! Kaléko habe ich übrigens auch sehr gerne gelesen und Romulus wartet noch auf meinem Lesesessel. :-)

Hier geht es zum Sammelbeitrag mit allen Buchbesprechungen.