Bekenntnis zu einer gnadenlosen Schneidkultur

Ich baue meine Identität auf den Facetten des Schneidens. Sehr wichtig ist mir

  1. Gurken schneiden (die Scheiben sollten aber niemals zu dünn werden)
  2. Kartoffeln schneiden (nicht zu verwechseln mit Kartoffelnschälen, das machen andere!)
  3. aufschneiden
  4. abschneiden (und zwar möglichst gut)
  5. Bart schneiden (rasieren ist für Barbaren)
  6. in dünne Streifen schneiden
  7. Zwiebeln schneiden
  8. in den Finger schneiden
  9. Schneid im Allgemeinen
  10. Schneidebrettchen

Wenn ich mich  nicht an diesen 10 Punkten orientieren kann, fühle ich mich lächerlich und stumpf. Schleift eure Messer und holt die Kartoffeln aus dem Keller!

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Man könnte sagen

Man könnte sagen, dass es sich immer lohnt, eine Clementine zu verspeisen. Aber die Sache ist die: Beim Verzehr von Clementinen sollte man nicht nach dem Lohn fragen.

Cape Cornwall

Abhandlung über Cape Cornwall

In Cape Cornwall haben sie eine Menge Mais, so viel, dass sie nicht einmal mehr wissen, wohin damit. Da schlug eines Tages der Bürgermeister vor, dass man doch die zerbröckelnden Stadtmauern, die ohnehin einer Erneuerung bedürfen, aus Mais bauen könnte. Und das taten sie denn auch, und da das bereits 1612 geschah, haben sie in Cornwall heute keine Stadtmauern mehr und jeder fragt sich immer, warum heißt es eigentlich Cornwall? Und hier ist denn nun endlich einmal die Erklärung.

(Dieser Beitrag ist der vierte einer vor etlichen Zeiten ins Leben gerufenen Reihe von Abhandlungen, deren Gegenstand jeweils ein durch wüstes Blättern und Tippen ausgewähltes Wort aus dem Werk „Finis Terrae“ von Raoul Schrott, wie immer.)