Buch-Date: Leseempfehlungen für Myriade

Es gibt mal wieder ein Buch-Date, und ich bin nicht dabei. Doch, bin doch dabei. Heute empfehle ich also Myriade drei Bücher.

Mit „so ziemlich alles außer Liebeskitsch“ lässt du mir ja viel Spielraum, und da ich auf letzteres auch nicht stehe, kann ich mich in der Hinsicht schon mal nicht vertun. :-) Also empfehle ich dir einfach mal drei Bücher, von denen ich hoffe, dass du sie noch nicht kennst:

  1. Felix J. Palma: Die Landkarte der Zeit

Es geht um Zeitreisen ‒ oder doch nicht? Oder doch? Die Geschichte ist ziemlich abstrus, sie spielt im 19. Jahrhundert zur Zeit von H. G. Wells, Arthur Conan Doyle, Henry James, Bram Stoker und Jack the Ripper, die im Übrigen alle in der Geschichte vorkommen. Der Band ist der erste Teil einer Trilogie und besteht auch selbst aus drei Teilen, die zunächst nur am Rande miteinander zu tun haben. Ich habe das Ganze als Hörbuch gehört und fand es einfallsreich und unterhaltsam.

  1. Fredrik Backman: Ein Mann namens Ove

Der etwas griesgrämige Witwer Ove will seinem Leben ein Ende setzen. Aber irgendwie kommt immer etwas dazwischen und statt zu sterben, lebt der desillusionierte, wortkarge Einzelgänger langsam wieder auf. Die Geschichte ist stellenweise etwas blumig geschrieben, aber die Geschichte ist einzigartig. Kann ich wirklich nur empfehlen (auch als Hörbuch).

  1. Ursula Poznanski: Fremd

Eigentlich lese ich keine Thriller, aber manchmal eben doch. Wenn du diesen noch nicht kennst, fang ihn auf keinen Fall an, wenn du in einer Stunde zur Arbeit musst …
Joanna (aus deren Sicht der Leser das erste Kapitel liest) macht es sich abends gemütlich, als sie Geräusche an der Tür hört. Plötzlich steht ein Einbrecher im Haus, aber etwas ist ungewöhnlich: Er hat einen Schlüssel.
Erik (aus dessen Sicht der Leser das zweite Kapitel liest) kommt abends von der Arbeit nach Hause. Seine Frau erkennt ihn nicht und hält ihn für einen Einbrecher, und noch etwas ist merkwürdig: Alle seine Sachen sind aus dem Haus verschwunden.
Das Buch ist extrem spannend und man weiß bis kurz vor Schluss nicht, wer hier eigentlich spinnt …

Ich hoffe, etwas davon trifft deinen Geschmack.

P. S.: Hiermit gestatte ich es auch anderen Personen, diese Bücher zu lesen.

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Buch-Date again

Zum ähh soundsovielten Buch-Date, in dem es diesmal um Kinder- und Jugendbücher geht, hat ventilierpartikel mir drei Bücher empfohlen:

Ich bin Mäusekatzenbärenstark, geschrieben von Bruny Bos und illustriert von Hans de Beer,
Hexe Lilli und der Ritter auf Zeitreise von Knister,
Erebos von Ursula Poznanski.

Wegen Zeitnot und so dachte ich, ich lese mal Hexe Lilli, das habe ich dann auch gemacht, aber Erebos hat mich trotzdem gereizt, deswegen habe ich das dann auch noch gelesen, und das war fataaaaaaaal und genial.
Um halb acht abends war ich zum Telefonieren verabredet, aber die Verabredung hat sich kurzfristig verschoben, und dann dachte ich: Na ja, ich hab doch diese Stunde eh eingeplant, also nehme ich die einfach zum Lesen. Und dann arbeite ich noch ein bisschen. Ja, guter Plan. Also, ich meine, wenn ich bis halb neun lese, kann ich auch bis neun lesen oder bis halb zehn, und wenn es erstmal halb zehn ist, arbeite ich ja nun auch nicht mehr wirklich, dann kann ich auch bis zwölf lesen, aber dann geh ich wirklich ins Bett. Oder um halb eins oder um halb drei …

Das Buch ist wirklich krass und am liebsten möchte ich euch alle spoilern, aber das wäre möglicherweise nicht so nett.
Ein Computerspiel, um das ein großes Geheimnis gemacht wird und das von einem zum anderen weitergegeben wird, taucht auf einmal an Nicks Schule auf. Daraufhin fehlen Schüler tagelang im Unterricht und verhalten sich seltsam. Als Nick endlich auch eine Kopie des mysteriösen Spiels bekommt, erfährt auch der Leser mehr darüber. Zunächst scheint es eine Art Fantasy-Game zu sein. Nur irgendwie unheimlich: Das Spiel kennt seinen Namen und weiß Dinge über ihn, die es eigentlich nicht wissen kann. Außerdem beschränken sich die Quests nicht auf die virtuelle Welt. Um weiterzukommen, müssen absurd scheinende Aufgaben in der Realität erledigt werden, die allerdings nicht so ganz harmlos sind.
Das Buch ist extrem gut geschrieben und exorbitant spannend.
Gab es irgendwelche Punkte, die ich nicht so mochte? Ne, und wenn doch, ist es mir nicht aufgefallen, weil es einfach so scheiße spannend ist.
Ich hätte auch gern die Hörbuchversion gehabt, gelesen von Jens Wawrczeck, die ist bestimmt gut, aber es ist eine gekürzte Lesung, und die Bibliothek hatte nur ein Exemplar, bei dem die erste CD fehlte. Fand ich nicht so geeignet zum Einstieg.

Danke, ventilierpartikel, für die geniale Empfehlung. Die Hexe Lilli war übrigens auch ganz niedlich. :-)

Und einen Dank an zeilenende und wortgeflumselkritzelkram, die alles immer so gut organisieren, dass es unkompliziert ist und Spaß macht.